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Niedersachsen hat noch Platz

Das Windenergiepotenzial ist in vielen Landkreisen noch nicht ausgeschöpft. Die vorsichtige Nutzung von Windkraft auch in Waldgebieten könnte laut einer Branchenuntersuchung den nötigen Zubau an Anlagen im wichtigsten Erzeugerland Niedersachsen umweltgerecht ergänzen. Das zeigt eine Analyse, die der Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen-Bremen (LEE) am Montag an Umwelt- und Energieminister Olaf Lies (SPD) übergab. "Wir haben das Potenzial, Klimaschutz voranzutreiben", sagte LEE-Vorsitzende Bärbel Heidebroek. Sie stellte klar, dass es in der Regel um Flächen etwa in Nutzforsten gehe, keinesfalls um Mischwald oder gar Schutzgebiete.

 

Die im Auftrag des LEE durchgeführte Studie legt erstmals dar, welche Flächenpotenziale für Windenergieanlagen in Niedersachsen pro Landkreis zur Verfügung stehen. Das auf die Analyse von Erneuerbare Energien-Daten spezialisierte Unternehmen Nefino GmbH simuliert in einer aktuellen Studie verschiedene Szenarien für Flächenpotenziale im Forst und im Offenland. Dabei werden unterschiedliche Abstände zu Siedlungsbereichen und zu Wohnbebauungen berücksichtigt. Im Ergebnis zeigt sich, dass sich einige Landkreise dem Zubau Erneuerbarer Energien verweigern.

 

Für Bärbel Heidebroek ein unhaltbarer Zustand: „Wie wollen wir wirksamen Klimaschutz betreiben, wenn unsere Landkreise nicht genügend Fläche für die Errichtung von Windenergieanlagen ausweisen? Die vorgelegte Studie belegt klar, dass in zahlreichen Landkreisen noch erhebliches Potenzial steckt, das genehmigungsrechtlich gehoben werden muss. Wir können uns beispielsweise nicht mit Flächenzielen von 0,44 % der Landkreisfläche zufriedengeben, wenn deutlich mehr Flächenpotenzial zur Verfügung steht.“

 

Hier gehts zur Studie.

Pressekonferenz mit Umwelt- und Energieminister Lies und LEE Vorsitzende Bärbel Heidebroek